Amnesty International Ak Asyl Regensburg “Grundzüge Asylverfahren”
07.05.2013 | 19:00 Uhr | Raum S322 Hochschule Regensburg
Prof. Dr. phil. Anderson, Regensburg “Gründe für Flucht & Vertreibung”
16.05.2013 | 19:00 Uhr | Raum S322 Hochschule Regensburg
Erich Schneeberger, Vorsitzender des bayerischen Landesverbandes deutscher Sinti
und Roma “Aktueller Antiziganismus in der BRD und Europa”
05.06.2013 | 19:00 Uhr | Raum S322 Hochschule Regensburg
Isabell Richter, Sozialpädagogin B.A. & Gotthold Streitberger, BI Asyl “Menschen wie Menschen behandeln”
12.06.2013 | 19:00 Uhr | Raum S322 Hochschule Regensburg
Am Dienstag, den 30. April 2013 wird vor dem Verwaltungsgericht Regensburg die Prüfung eines Asylantrages durchgeführt. Beim Antragssteller handelt es sich um einen Aktivisten der Flüchtlingsproteste..
Update: Derzeit nimmt der Aktivist, der seine Verhandlung vor dem Verwaltungsgericht haben wird, an einem Protestzelt in München teil. Infos: Klick mich
Der Mensch, der gezwungen war, vor Zerschlagung, Unterdrückung, Krieg und Hinrichtung in ein anderes Land zu fliehen, ist, in Deutschland angelangt, allen als „Flüchtling“ bekannt. Der große Widerspruch, der heute seine Gedanken beschäftigt, ist seine Erinnerung an Freund_innen, die mit von Siemens hergestellten Mitteln verhaftet wurden und nie wieder zurückkehrten. Es sind Erinnerungen an Menschen, die mit in Deutschland hergestellten Pfeffersprays, Schlagstöcken und Polizeiautos auf den Straßen niedergeschlagen wurden, Menschen, die in Kriegen durch deutsche Panzer und Helikopter umgebracht wurden. Diese Erinnerungen sind deshalb so bitter, weil er einer von ihnen hätte sein können – aber er ist jetzt hier. Diese Erinnerungen gehen durch die Gedanken eines Menschen, der tausende Kilometer durch die geografischen Grenzen hindurch hinter sich gelassen hat. Beschwerliche Wege durch Berge und Meere, die jedes Jahr tausenden Menschen das Leben kosten, wenn sie Grenzwachen und Frontex in die Hände laufen. Grenzen und Wege, die von den Hiesigen gebaut wurden um einzig und allein Öl, Diamanten und Datteln von „dort“ nach „hier“ zu bringen, nicht aber die Menschen von „dort“. Auch er hätte einer von diesen tausenden Menschen sein können, die ertrinken, in Täler abstürzen, von einer Kugel getroffen werden oder auf dem Weg verhungern – aber er ist jetzt hier. Er stammt nicht aus den Diamantenminen Afrikas, er stammt nicht aus den Ölbrunnen Irans, er wurde nicht von den Dattelpalmen des Nahen Osten gepflückt, er ist ein Mensch, ein Vertreter aus den Reihen der unterdrückten Menschen, die auf der Suche nach dem Leben gegen die unterdrückende Ordnung kämpften. Von Ihnen aber ist nur eine kleine Anzahl noch am Leben. Der Name „Flüchtling“ ist ein Widerspruch, denn die Unterdrückten bitten um Zuflucht bei den Unterdrückenden. Er steht in dieser Geografie hinter den verschlossenen Türen der Gesellschaft jenes repressiven Systems, damit auch hier der Abstand zwischen ihm und dem Citizen, dem Status als Bürger, bestehen bleibt, wo er doch erst als Citizen die freie Wahl im Leben hätte. Sie fragen ihn nach dem Grund seines Kommens, obwohl weltweit im Fernsehen die deutschen Panzer, Helikopter, Pfeffersprays und PolizeiBENZautos zu sehen sind. Und nach einer Antwort auf diese Frage bezichtigen sie ihn der Lüge. So einfach ignorieren sie die Realität seiner Welt und zwingen ihn, den Rest seines Lebens als Non-Citizen hinter verschlossenen Türen zu fristen. Vielleicht lassen sie ihm jedoch irgendwann den Durchtritt durch die Tür des Citizen-Werdens, wie bei einer Lotterie, nachdem sie in ihm die Lust am Leben zerstört haben. Oder sie führen ihn nach der erteilten Ablehnung vor Gericht, damit darüber abgestimmt werden kann, ob er es wert ist zu leben? Ein Gericht, dessen größte Pflicht darin besteht, die vorherrschende Ordnung des Systems zu bewahren. In diesem Gericht wurde er fälschlicherweise auf dem Stuhl des Angeklagten platziert. Dieses Mal wird am 30.04.2013 ein weiterer „Flüchtling“ fälschlicherweise auf jenem Platz sitzen und nach Jahren des Kampfes für das Leben auf einem Stuhl verurteilt werden, der so viel wert ist wie 15 Kugeln, die an den iranischen Staat verkauft wurden.
12. März 2013 | Regensburg | Solitresen & Vortrag
Die suspendierte Gattung, Zur Kritik der deutsch-europäischen Flüchtlingspolitik Mehr Infos
17. März 2013 | Regensburg | Konzert
Strom & Wasser feat. The Refugees Mehr Infos
19. März 2013 | Regensburg | Gespräch mit NSU Opfer Anwalt
Yavuz Narin gibt Auskunft auf die Fragen der Journalisten Stefan Aigner und Waltraud Bierwirth Mehr Infos
23. März 2013 | Berlin | Demonstration
Refugees Revolution Mehr Infos
13. April 2013 | | München | Antifaschistische Demonstration zum Auftakt des NSU-Prozesses
Gegen Naziterror, staatlichen und alltäglichen Rassismus – Verfassungsschutz abschaffen! demo-zum-nsu-prozess
Zum Abschluss der Fotodokumentation, die seit dem 11.12.2012 gezeigt wird und nun am 6.2.2013 ihr Ende nehmen wird, möchten wir euch herzlich zu einer Filmvorführung mit anschließender lockerer Diskussionsrunde einladen:Der Film, der gezeigt wird, trägt den Namen “Residenzpflicht”.
Beginn der Veranstaltung ist um 18:15 Uhr im H10,
Zentrales Hörsaalgebäude der Universität Regensburg.
“In den letzten 10 Jahren kämpften Gruppen von Flüchtlingen gegen die Residenzpflicht und fordern deren Abschaffung. Sie protestieren gegen die Isolation in welcher sie gezwungen sind zu leben und fordern ihr Menschenrecht auf Bewegungsfreiheit. Der Film zeigt den Einfluss der Agentur Frontex und ihren ausgeklügelten Kontrollapparat an den Außengrenzen von Europa, die deutsche Sortierung und Verteilung von Flüchtlingen in Asylbewerberunterkünften, das koloniale Erbe und den Alltagsrassismus” (Quelle)
Weitere Angaben zum Film:
Deutschland 2012
Genre: Dokumentation
Regie und Buch: Denise Garcia Bergt
Länge: 71 Minuten
Eine Veranstaltung der Professur für praktische Philosophie (Werteentwicklung und Zivilgesellschaft, Prof Dr. Elif Özmen) in Kooperation mit Regensburger Unterstützer_innen des Protests.
“Um 4:00 Uhr umstellten geschätzte 200 Polizist_innen das Protestcamp im Sigmund-Freud-Park. Sie kamen von allen Seiten und verkündeten, dass das Camp innerhalb von 5 Minuten geräumt werden muss. Ca. 3 1/2 Stunden später war die Räumung abgeschlossen.”
Solidaritätsdemo in München:
“Refugee Protest Camp in Wien geräumt!!!!!! Morgen, Samstag, 15Uhr Solidemo am Marienplatz! (München) Bringt Transpis, Lärm und Freund*innen mit! —bitte posten und weiterverbreiten—”
via Karawane München (facebook)
In der Votivkirche (Wien) befinden sich immer noch Flüchtlinge im Hungerstreik.
Infos: Klick mich