Woher kommen wir?

Iran, ein Land im mittleren Nahen Osten und mit einer über 4.000 Jahre währenden Geschichte, hat aus historischen, politischen, militärischen und wirtschaftlichen Gründen und als Sammelpunkt vieler verschiedener Religionen eine geopolitisch wichtige Position in der Region. Der israelisch-palästinensische Konflikt, die Kriege in den Nachbarländern Irak und Afghanistan, das reichliche Ölvorkommen im Zeitalter eines erhöhten Energieverbrauchs, heben die sensible Position Irans innerhalb der kapitalistischen Weltordnung hervor.

Innenpolitisch hat der Iran nach der Revolution von 1979 viele Konflikte zwischen der Diktatur und der Bevölkerung erlebt. Im Zuge der Revolution von ’79 hat die iranische Bevölkerung sich von 2.600 Jahren Unterdrückung durch die Monarchie befreit und ohne tatsächlich über die Struktur der zukünftigen Regierung informiert zu sein, die islamische Republik gewählt.

Kurz nach der Revolution begann die Verfolgung, Inhaftierung und Tötung von politisch aktiven Menschen und Intellektuellen. Mit der Zerschlagung der Opposition in den 80ern hat sich die Regierung von ihrer wahren Seite gezeigt.

In der Zeit nach dem achtjährigen Krieg mit dem Irak und der Wiedereröffnung der Universitäten konnten sich erneut studentische Bewegungen frei von Parteizugehörigkeiten entwickeln und den Widerstand gegen die politischen und sozialen Zustände aufnehmen. Dies übte sich auf die Präsidentschaftwahlen von ’97 zugunsten von Chatami aus und es zeichnete sich das erste Mal wieder der Wille nach Reformen ab.

Als jedoch all die Verausgabung menschlicher, finanzieller und politischer Ressourcen, sowie die Versuche der Reformbewegung ohne Ergebnis blieben und nach dem Wahlbetrug von 2005, welcher Ahmadineschad zum Präsidenten machte, wandte sich ein Großteil der Bevölkerung von der Reformbewegung  enttäuscht ab.

Während der vierjährigen Amtszeit von Ahmadineschad und der durch ihn verschärften Bedingungen innerhalb des Landes und der zahlreichen Krisen in der Außenpolitik, wuchs das Bedürfnis der Menschen nach Veränderung erneut.  So kam es zu einem lange nicht dagewesenen Engagement bei den Wahlen 2009. Die Wahl wurde als Chance gesehen einen Politikwechsel herbeizuführen. Aber auch dieses Mal kam es zu Wahlfälschung, die die Menschen auf die Straßen trieb. Die grüne Farbe, die bereits vor den Wahlen als Zeichen der Reformwilligkeit galt, wurde zum Symbol der Proteste.

Diese Proteste wurden unmittelbar von Milizen und Geheimdienst gewalttätig niedergeschlagen. Trotz alledem wurde der Widerstand auf den Straßen fortgesetzt  und ging als die „Grüne Bewegung“ in die Geschichte ein. Die Reaktion der iranischen Diktatur auf die  Grüne Bewegung waren Massenverhaftungen, Folter und Hinrichtungen. Sie schreckten nicht davor zurück auf offener Straße Menschen zu erschießen. Durch eine verstärkte Zensur der Medien versuchten die Machthaber ihre Verbrechen zu verbergen. Es folgten systematische Entlassungen von Studentinnen und Studenten und Professoren. So hat die Diktatur  eine grausame und beängstigende Atmosphäre in der iranischen Gesellschaft geschaffen.

Die Fotoausstellung der streikenden Flüchtlinge ist der Grünen Bewegung im Iran gewidmet und zeigt die Grausamkeit der Repressionsmaßnahmen durch die iranische Diktatur. Sie möchte Interessierten einen Einblick in die Dramatik der Situation im Iran geben.

Leave a Reply

Fill in your details below or click an icon to log in:

WordPress.com Logo

You are commenting using your WordPress.com account. Log Out / Change )

Twitter picture

You are commenting using your Twitter account. Log Out / Change )

Facebook photo

You are commenting using your Facebook account. Log Out / Change )

Google+ photo

You are commenting using your Google+ account. Log Out / Change )

Connecting to %s