Die 4. Stellungnahme der streikenden Flüchtlinge in Regensburg / چهارمین بیانیه پناهجویان متحصن در رگنزبورگ

Datum: 24.07.2012

Das Ende  der Residenzpflicht

Nach den vier Monate währenden Protesten in anderen deutschen Städten begann vor dreizehn Tagen der Streik von fünf Flüchtlingen auf den Straßen von Regensburg gegen die menschenverachtenden Gesetze,  die sich gegen die Flüchtlinge in diesem Land richten.  Die Proteste werden immer noch fortgesetzt, da die Regierung und die zuständigen Politikerinnen und Politiker bisher dazu geschwiegen und keine überzeugenden Antworten auf die Forderungen der Flüchtlinge gegeben haben.

Nach vier Monaten Protest auf der Straße und nach 72 Tagen Hungerstreik, der zur Zeit noch in Aub weitergeführt wird, haben die Flüchtlinge erwartet, dass die Politikerinnen und Politiker in diesem Land begreifen, dass die Menschen aus freien Stücken lieber auf Essen verzichten, als das zu verzehren, was sie nicht aus freiem Willen gewählt haben. Wir wissen, dass sie unsere Schreie gehört haben. Ein Mensch, der Widerstand leistet, weiß aber auch, dass das Sich-Taub-Stellen,  das erste ist, was Politiker lernen.

Unser Protest geht dennoch weiter und wächst mit jedem Tag. Auf dem Weg, auf dem wir uns befinden, werden wir einen weiteren Schritt nach vorne gehen. Heute ist der Tag für diesen nächsten Schritt gekommen.

Der 13. Tag ist da, um die Absurdität der Residenzpflicht herauszuschreien, um die Absurdität der geographischen Einschränkung der Menschen aufzuzeigen. Durch das Brechen der Residenzpflicht und sein öffentliches Kundtun und mit dem Bewusstsein über die Konsequenzen wollen wir auf diesem Wege sagen: Der Mensch lebt  lieber in Unfreiheit, wenn er diese bewusst gewählt  hat, als dass er gegen seinen freien Willen an einem vorgeschriebenen Ort leben muss.

Diesem Gedanken folgend wird sich der Flüchtling Mohammad Kalali, einer der Regensburger Streikenden, in Begleitung eines Journalisten entgegen den Bestimmungen der Residenzpflicht auf die  symbolträchtige Reise begeben und dabei andere streikende Flüchtlinge besuchen um seine Solidarität mit ihnen auszusprechen. Mit diesem Überschreiten zeigen wir, dass wir diese unmenschliche Einschränkung, die uns zu Kriminellen macht, nicht respektieren und sie in keiner Phase unseres Protests einhalten werden.

Der Widerstand wird erst dann aufhören, wenn diese Bestimmungen nicht mehr in den Seiten des Gesetzbuches existieren.

پایان قانون لندکرایز

 سیزدهمین روز پس از آغاز اعتصاب پنج پناهجو در خیابانی در شهر رگنزبورگ در اعتراض به قوانین غیرانسانی حاکم بر زندگی پناهجو که در ادامه چهار ماه اعتراض و اعتصاب در شهرهای دیگر شکل گرفته، در شرایطی ادامه می یابد که دولت و مسئولان در مورد آن سکوت کرده اند و هیچگونه پاسخ قانع کننده ای به خواسته های پناهجویان نداده اند.

در طی چهارماه اعتصاب در خیابان و شصت و یک روز اعتصاب غذا، در حالی که همچنان در شهر آوب ادامه دارد، انتظار می رفت سیاسیون دریابند که انسان ترجیح می دهد به اختیار غذا نخورد تا اینکه در غذایی که می خورد اختیار نداشته باشد. می دانیم که فریاد ما را شنیده اند و یک مبارز می داند اولین چیزی که یک سیاستمدار می آموزد این است که چگونه خود را به نشنیدن بزند.

اعتراض ما اما همچنان ادامه دارد، پیوسته رشد می کند و در راه یکطرفه ای که پیش گرفته ایم باید گامی به جلو برداشته شود، و امروز گام بعدی است. سیزدهمین روز برای آن است که بندهای جغرافیایی را فریاد بزنیم، برای آنکه بی معنی بودن محدودیت جغرافیایی برای یک انسان را نمایش دهیم و در این مسیر با شکستن قانون لندکرایز و اعلام آگاهانه این قانون شکنی و آگاهی از عواقب آن می گوییم: انسان ترجیح می دهد آگاهانه در بند باشد تا اینکه در انتخاب جایی که ست اختیاری نداشته باشد.

از این رو با سفری نمادین و همراهی یک خبرنگار با محمد کلالی یکی از متحصنین چادر رگنزبورگ ضمن حرکت به سوی دیگر شهرهای متحصن و اعلام همبستگی با آنان، با خارج شدن از محدوده لندکرایز اعلام می کنیم: از این پس به علت غیرانسانی بودن ایجاد محدودیت مکانی برای انسانی که جرمی مرتکب نشده است، هیچ احترامی برای قانون لندکرایز قائل نبوده و در هیچ مرحله ای از مبارزه آنرا رعایت نخواهیم کرد و مبارزه زمانی پایان می یابد که این قانون در میان صفحات کتاب قانون وجود نداشته باشد.

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