Bericht zur Demonstration vom 28.7.2012 in Regensburg

Am Samstag zeigten in Regensburg knapp 300 Menschen ihre Solidarität mit den streikenden Flüchtlingen in Regensburg, Bamberg, Aub, Würzburg und Düsseldorf. Am selben Tag taten dies hunderte Menschen auch bei Demonstrationen in Bamberg, Würzburg, Düsseldorf und Berlin. Zu Beginn der Demonstration wurde das Flugblatt “Warum streiken wir?” auf englisch und auf deutsch verlesen. Dann ging es lautstark und entschlossen zum Verwaltungsgericht wo Houmer Hedayatzadeh, einer der streikenden Flüchtlinge, eine Rede hielt. Diese kann hier nachgelesen werden.

Dort schlossen sich spontan mehrere Personen der Demonstration an. Mit Slogans wie: “Kein Mensch ist illegal – Bleiberecht überall” oder “No Border, no nation- stop deportation” ging es weiter zum Kohlmarkt wo ein Aktivist der “Karawane für die Rechte der Flüchtlinge und Migrant_innen Landshut” eine Rede hielt. In dieser schilderte er eindrucksvoll den Demonstrationsteilnehmer_innen wie sich das Leben eines Flüchtlings in Deutschland gestaltet. Von dort ging es mit heftiger Kritik vom Lautsprecherwagen an der “Festung Europa” und an der europäischen Grenzagentur Frontex, welche jedes Jahr für das Ertrinken von tausenden von Flüchtlingen im Mittelmeer verantwortlich sind, weiter vor das neue Rathaus von Regensburg. Hier sprach eine Aktivistin der “Bürger_inneninitiative Asyl Regensburg”. Ihre Rede kann hier nachgelesen werden. Über den Ernst-Reuter-Platz lief die Demonstration zurück zum Protestcamp auf dem Neupfarrplatz. Hier sprach Omid Moradian, einer der streikenden Flüchtlinge. Er sprach über die Solidarität die den streikendenden Flüchtlingen Kraft gibt und forderte die streikenden Flüchtlinge in Aub auf, ihren Hungerstreik zu beenden.

An dieser Stelle möchten wir unsere Mitstreiter in Aub, die sich im Hungerstreik befinden, darum bitten diesen zu beenden, um genügend Kraft zu haben mit uns gemeinsam den Machthabern klar zu machen, was Menschsein bedeutet. Damit es für die Welt nicht selbstverständlich wird, dass Menschen ihr eigenes Leben riskieren, um für menschliche Grundbedürfnisse zu kämpfen. Der Anfang ist gemacht! Danke an euch!

Die streikenden Flüchtlinge in Aub haben deshalb nach 12 Tagen ihren Hungerstreik beendet. Die komplette Rede von Homid kann hier nachgelesen werden.

Während der ganzen Demonstration wurden viele Flyer verteilt und es konnte so abermals die Regensburger Bevölkerung auf die inhumane Asylpolitik aufmerksam gemacht werden. Wir (die streikenden Flüchtlinge) möchten uns bei allen Teilnehmenden der Demonstration bedanken, besonders bei den Menschen, die eine weite Reise auf Sich genommen haben um uns zu unterstützen.

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